Cannabis im Flugzeug transportieren? Ein anonymer Erfahrungsbericht:

Canabis im Flugzeug: Geht das? Wenn man in der Cannabis-Szene unterwegs ist, wird man von anderen Stoner*innen, aber auch von Nicht-Paffer*innen gefragt, ob man schon mal Weed mit in den Flieger nehmen kann bzw. ob irgendwer in diesem Bereich irgendwelche Erfahrungen vorweisen könne. Unsere Antwort lautet dann pauschal, dass wir natürlich davon abraten, Cannabis ins Flugzeug mitzunehmen, da es sich hierbei um eine Straftat handelt und dementsprechende Konsequenzen nach sich ziehen kann. Trotzdem wollen wir euch hier von einen anonymen Brief aus der doobiecommunity zum Thema berichten.  

Juristische Rahmenbedingungen

Bevor wir uns dem eigentlichen Thema widmen, möchten wir noch einmal klarstellen, dass wir pauschal davon abraten, Weed im Flugzeug zu transportieren. Schließlich ist das juristisch strafbar. Eine grobe Übersicht, was die unerlaubte Einfuhr von Cannabis im BtmG bedeuten kann, findet ihr beispielsweise auf der Seite von Louis & Michaelis, einer Kanzlei aus Nordrhein-Westfalen (https://www.rechtsanwalt-louis.de/unerlaubte-einfuhr-von-betaeubungsmitteln-cannabis-haschisch-marihuana/). Aber auch diese Stichpunkte decken bzgl. der Strafbarkeit nicht alles ab, da ihr Weed im Flugzeug ja auch theoretisch nicht nur ein-, sondern auch ausführen könntet, je nachdem von wo nach wo ihr fliegt. Zusammengefasst ist die Gesetzeslage im internationalen Flugraum unklar und kompliziert, weshalb wir nachdrücklich davon abraten, euer Dope mit in den Urlaub zu nehmen.

Ein anonymer Erfahrungsbericht

Nichts desto trotz erreichte uns letzte Woche ein anonymer Brief einer Person, die scheinbar schonmal Cannabis mit im Flugzeug hatte und uns ihre Erfahrungen schildern wollte. Der Brief war leider nicht unterschrieben und zusätzlich mit Zaubertinte verfasst, weshalb die oder der Absender*in absolut nicht ausfindig gemacht werden kann. Viel Spaß mit diesem Erfahrungsbericht:

„Liebe doobiebros,

 

ich habe dieses Jahr im Sommer ein paar Tage auf Mallorca verbracht und war mir im Vorfeld nicht ganz sicher, wie ich dort mit Weed oder Hasch versorgt sein würde. Ich hatte zwar einen Kontakt auf der Insel, es war im Vorfeld jedoch nicht klar, wie zuverlässig dieser sein würde. Also beschloss ich, es zu riskieren und mir ein bisschen Weed mit in den Flieger zu schmuggeln, um es auf Mallorca genießen zu können. 

 

Beim Transport ging es mir natürlich vor allem darum, nicht erwischt zu werden und falls dies doch eintreffen sollte, nicht als Dealer*in dazustehen. Deshalb hab ich a) nur eine Kleinstmenge von 0,5g mitgenommen (besser als nichts 😉 ), die ich b) bereits so präpariert hatte, dass mir niemand mit gesundem Menschenverstand (auf den man ja auch bei Gesetzeshüter*innen durchaus hoffen kann) versuchten Handel oder ähnliches unterstellen könne. Kurz gesagt: Ich habe das halbe Gramm ganz einfach gegrindet und mit in meinen Tabakbeutel gemischt. So hätte ich immer sagen können, dass ich aus Versehen den falschen Beutel mitgenommen habe und es ersichtlich erscheint, dass ich diese Mische nicht verkaufen wolle. 

 

Eine minimale Grundnervosität auf dem Weg zum Flughafen war natürlich schon vorhanden, macht man ja nicht jeden Tag und außerdem sind die im Netz spärlich gesäten Erfahrungsberichte über den Transport von Marihuana im Flugzeug natürlich auch mit diversen Horrorgeschichten gespickt. Bei der Sicherheitskontrolle dann aber Entwarnung, es war alles durchgängig entspannt. Der Beutel mit dem Weed schlummerte irgendwo in meinem Rucksack und niemand an der Sicherheitsschleuse verzog auch nur ansatzweise irgendeine Miene. Natürlich hätte die Situation eine grundsätzlich andere sein können, wenn ein Hund direkt an meinen Sachen geschnüffelt hätte aber sind wir mal ehrlich: Könnt ihr euch dran erinnern, wann ein Hund am Flughafen das letzte Mal an eurem Kram dran war? Eben, ich mich auch nicht, obwohl ich bestimmt 3-4x/Jahr fliege. Natürlich werden die Gepäckstücke von Passagier*innen auch stichprobenartig während des Verladens kontrolliert, aber das Handgepäck hat man ja im Regelfall während der gesamten Reise an der Hand (wie es der Name schon verrät 😉 ). Meine mitreisenden Freunde hatte ich im Vorfeld übrigens nicht eingeweiht, zu viel Nervosität in der Runde muss ja auch nicht sein und wirkt im schlimmsten Fall natürlich auch auffällig. Übrigens, meine doobieboos habe ich ganz offen durch die Schleuse gebracht. Zwei meiner Jointhüllen, die natürlich nicht gefüllt waren, sind ganz entspannt übers Band gefahren und niemand hat sich gefragt, um was es sich dabei handele. Wunderbar unauffällig die guten Stücke, muss an dieser Stelle gesagt sein.

 

Das leckere Kraut wurde auf Mallorca dann selbstverständlich auch genossen, auch wenn es nicht viel war. Nach ein paar Tagen konnte dann aber auch auf den Kontakt zurückgegriffen werden, der die Reisegruppe mit exzellentem Hasch zu versorgen wusste. Theoretisch wäre das Risiko also unnötig gewesen, aber so hat man es mal ausprobiert und ich kann dieses Wissen an andere Stoner*innen weitergeben, die vor ähnlichen „Problemen“ stehen.

 

Was ich zum Schluss noch empfehlen kann: Informiert euch im Vorfeld eurer Reise über die lokalen Gesetze des jeweiligen Landes, das ihr bereist. Bezüglich meines damaligen Reiseziels Spanien ist vor kurzem ein sehr informativer und lesenswerter Artikel auf dem Blog vom Weedseedshop erschienen. Weiterhin lohnt es sich auch immer, die Artikel zur weltweiten Drogenpolitik auf den Seiten des DHV zu verfolgen.

 

Gute Reise und viele Grüße“

 

Das war der anonyme Brief, der uns erreichte und wir hoffen, dass ihr ihn lesenswert findet. Wir doobiebros betonen abschließend natürlich gerne nochmals, dass wir von einer Straftat wie Cannabis-Transport im Flugzeug nachdrücklich abraten - Recht und Ordnung und so. Trotzdem freuen wir uns über diese Zusendung und natürlich auch über eure Meinungen und Kommentare dazu auf Instagram. 

Eure doobiebros